28.02.2016

Saisonabschluss verpfiffen!

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Es hätte ein sehr schönes Eishockeyspiel werden können. Die ersten 15 Minuten war es auch ein sehr sehr schönes Eishockeyspiel. Doch Eishockey stand diesmal leider nicht im Mittelpunkt. 
 
Der HEC empfing den Tabellendritten aus Altona zum letzten Saisonspiel in der heimischen Eishalle. Und gegen die Hamburger, die am Vorabend knapp gegen Salzgitter unterlagen, boten die Harsefelder noch einmal alles auf, was sie zu bieten hatten. Und diesmal stimmte auch die Einstellung. Kampfstark und kompakt von der ersten Sekunde an, ist der HEC diesmal aufgetreten. Auch Torwart Maxim Sancukovski hatte einen guten Tag und durch Justin Feistle konnten die Harsefelder sogar erstmalig in dieser Saison überhaupt in Führung gehen. Kurz danach konnte Altona allerdings ausgleichen. Ein sehenswertes Spiel war in vollem Gange.
 
Das war es dann aber leider auch schon was an ein gewöhnliches Landesliga Eishockey-Spiel erinnerte. Den Schiedsrichtern war das Spiel offensichtlich zu spannend oder zu gewöhnlich. Als Saisonrückkehrer Sebastian Paulsen hinter dem eigenen Tor einen Schlag einstecken musste und mit dem Gegenspieler zu Fall gekommen ist, gibt es völlig überraschend eine Spieldauer Strafe für den HEC Spieler. Doch damit nicht genug, es hagelte auf einmal Strafen die nicht nachzuvollziehen waren. Als Trainer Micha Jahnke den Schiedsrichter lautstark um Stellungnahme der einseitigen Pfiffe bat, gab es zusäztlich eine 5 min. Teamstrafe gegen den Trainer.
 
Die Harsefelder berieten sich in der Pause ob es Sinn machen würde unter diesen Umständen das Spiel weiterzuführen, sprachen sich aber dafür aus, die Antwort auf dem Eis zu liefern. 
 
Im zweiten Drittel ging es dann erstmal darum die aktuelle und noch folgende Unterzahlsituationen zu überstehen. Als dann Iko Rosenbusch mit seinem ersten Saisontreffer den entstandenen Vorsprung des ASV verkürzen konnte, wurde das Spiel für die Schiedsrichter offensichtlich wieder zu spannend. Ein eher harmloser Check von Hanno Lindemann wurde zu einer 10 Minuten Strafe und auch Kapitän Kalle Schaller wurde für 10 Minuten auf die Bank geschickt. Die sachliche Nachfrage vom letzten noch aktiven Assistenz-Kapitän auf dem Eis, Nico Spitkau wurde dann ebenfalls mit 10 Minuten geahndet. 
 
Viele Spieler blieben dann nicht mehr über, und als Micha Jahnke seinem Ärger erneut Luft machte, wurde er vom Schiedsrichter in die Kabine geschickt. Doch dieser Frust hauchte den Harsefeldern spürbar neue Energie ein, und das Team zeigte die bisher beste Saisonleistung. Mit 3, 4 und selten auch mit 5 Feldspielern. Leider wurde in dieser Phase einige Chancen liegengelassen und andere Aktionen durch den hervorragend aufgelegten Gästetorwart vereitelt. 
 
Der Frust beider Teams über die schlechte Spielführung der Schiedsrichter entlud sich im letzten Drittel dann noch in einem handfesten Gerangel bei dem alle Spieler beider Mannschaften beteiligt waren. Die anschließenden Strafen wurden dann mehr oder minder ausgelost. Es mussten Nico Orlowski und Olaf Precht als relativ unbeteiligte Personen beide für 10 min auf die Bank. Für Kevin Kühne gab es darüberhinaus eine Match-Strafe. 
 
Das das Spiel tatsächlich über die vollen 60 Minuten ging war schon verwunderlich. Der Harsefelder EC gewinnt am Ende mit 140 zu 90 Strafminuten gegen den Altonaer SV 1b.

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