05.02.2016

Das war großartiges Eishockey!

Nordhorn-hec_web

Jedenfalls vom Gegner. Beim Spiel Schlußlicht gegen ungeschlagenen Tabellenersten, hat niemand etwas anderes als ein deutlichen Sieg des EC Nordhorn über den Harsefelder EC erwartet. Trotz eines eindeutigen Ergebnisses, gibt es doch von mehr als nur von Gegentoren zu berichten.

Aufgrund der weiten Anfahrt wurde vom Verein ein Bus organisiert, und so konnte die Hinfahrt schon zum Teambuilding genutzt werden. Im Bus wurde der Film „Slapshot“ gezeigt und aufs äußerste motiviert kamen die Harsefelder gerade rechtzeitig in Nordhorn an.

Konsequente Abwehrarbeit und Aufnehmen der Gegner an der Mittelline wurde vom Coach Micha Jahnke gefordert. Das dieses Spiel kein Gewöhnliches werden würde, lies sich nicht nur am Tabellenstand ablesen, sondern am ganzen Drumherum. Über 400 Fans in der Halle, eine Einlaufzeremonie der Gastgeber, ein Raunen im Publikum bei jeder verteidigten Torchance. Das alles hatten viele HEC Spieler so noch nicht erlebt und waren entsprechend bewegt.

Im ersten Drittel wirkten die Harsefelder aber vor allem überfordert. Wechsel um Wechsel ließ man sich von laufstarken und sehr passfreundlichen Nordhornern geradezu überrennen. Wirklich sehenswertes Eishockey wurde von den Nordhornern geboten, die ihre Überlegenheit spielerisch ausnutzten. Das ganze Spiel war überraus fair, denn die Nordhorner hatten kein Körperspiel nötig, und die Harsefelder waren schlicht zu langsam um den Körper zum Einsatz zu bringen. So kam es zu wenigen Strafzeiten. Bei diesen wenigen aber zeigte sich dann erneut die eklatante Überzahlschwäche des HEC. Vier Nordhorner, die noch mehr Raum hatten sich zu entfalten, waren immer noch zu stark gegen fünf Harsfelder. So gelangen den Gastgebern insgesamt mehr Tore in Unter- als in Überzahl.

Nach dem 0:11 im ersten Drittel, konnten sich die Harsefelder im zweiten Drittel etwas konsequenter in der Abwehrarbeit zeigen und mussten nur fünf weitere Treffer hinnehmen. Allerdings auch weil es der ECN jetzt etwas gemächlicher angehen ließ. Fast wollte man schon an das Maximalziel „Unter 20 Gegentore“ glauben, aber dafür geriet das letzte Drittel dann wieder zu schwach.

Einen großen Moment gab es dann aber noch im letzten Spielabschnitt, als ein schnell gespielter Konter von Justin Feistle erfolgreich im Nordhorner Tor untergebracht werden konnt. Großer Jubel dabei nicht nur beim HEC, sondern auch die Nordhorner Fans honorierten das Tor mit einem „das war Spitze“ Fangesang.

Mit einem wenig schmeichelhaften 1:25 gingen die Harsefelder Gäste am Ende vom Eis. Allerdings zeigte sich heute abend bis zur Schlußsirene eine große Kampfbereitschaft bis zum Ende des Spiels. Die Heimfans forderten den HEC sogar nochmal zurück aufs Eis. Für manche Spieler natürlich eine ungewohnte Situation. So feierten Nordhorner und HEC Spieler arm in arm vor dem Fanblock, die heute eine echte hochklassige Eishockeyathmosphäre in die Nordhorner Eishalle zauberten.

Doch dieses Spiel war mit dem Schlußpfiff noch lange nicht beendet, denn es schloss sich noch die Busfahrt gen Heimat an, auf die man sich verpflegungstechnisch sehr gut vorbereitet hatte. Hier wurden noch Ansprachen gehalten, Fangesänge geübt und sich gegenseitig alte Geschichten erzählt und neue Geschichten geplant. Bis in die frühen Morgenstunden brauchte der Busfahrer um alle Spieler und die mitgereiste Crew wieder los zu werden. Für alle Mitreisenden ein einmaliges Erlebnis. Eishockey kann auch unabhängig vom Ergebnis großartig sein!

Am nächsten Sonntag, den 14.02. geht es dann nach Adendorf. Mann darf gespannt sein, wieviel Team-Spirit der HEC bis dahin mitnehmen kann.


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